MQ FEB Tamara Štajner live zu Gast bei Lilian Klebow & Teresa Vogl

MQ FEB: Tamara Štajner live zu Gast bei Lilian Klebow & Teresa Vogl. (Foto Chris Singer)Das Motto der 8. Ausgabe: „An die Mutter“. Die 8. Ausgabe des MQ FEB (Female Empowerment Buchclub) zum Thema „An die Mutter“ lädt erneut zu kritischem  Weiterlesen →

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„VIENNA HIGHLIGHTS“ KUNSTMESSE 2026

Die "VIENNA HIGHLIGHTS" Kunstmesse fand Anfang Oktober im RENN- VEREIN im Palais Esterházy statt: Alexander Schallenberg, Marika Lichter und Wolfgang Pelz. (Foto Roland Rudolph)Die „VIENNA HIGHLIGHTS“ Kunstmesse fand Anfang Oktober im RENN- VEREIN im Palais Esterházy statt. Der RENN-VEREIN im noblen Palais Esterházy  in der Weiterlesen →

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Julia Hütter setzt bei Firma Haase ihr Know How und ihre Menschenkenntnis ein

Aus der Reihe „Frauen und Technik“ in Kooperation mit der Industriellenvereinigung Steiermark: Mit Freude und großem Einsatz hat Julia Hütter im Seil-Produktionsunternehmen Haase rasch Karriere gemacht. Als Geschäftsführerin und Technische Leiterin beschäftigt sie sich mit neuen Technologien und Materialien.

Julia Hütter hat im Grazer Seil-Produktionsunternehmen Haase rasch Karriere gemacht. Als Geschäftsführerin und Technische Leiterin beschäftigt sie sich mit neuen Technologien und Materialien. (Foto Martin Schönbauer)
Julia Hütter hat im Grazer Seil-Produktionsunternehmen Haase rasch Karriere gemacht. Als Geschäftsführerin und Technische Leiterin beschäftigt sie sich mit neuen Technologien und Materialien. (Foto Martin Schönbauer)

Eigentlich wollte Julia Hütter Physiotherapeutin werden, „aber nachdem ich die HTL mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik und Technische Informatik begann, merkte ich, dass das das Richtige für mich war.“ Sie bewarb sich auf eine Ausschreibung der Fa. Haase für das Prüflabor und kam schon nach kurzer Zeit, einigen Stationen und Zusatzausbildungen mit 24 Jahren in eine Führungsposition. „Ich konnte meine Chefs einfach überzeugen, dass ich mehr kann“, schmunzelt die Ingenieurin. „Es war schon herausfordernd, und anfangs wurde ich von den Kollegen genau beäugt. Aber nachdem sie merkten, dass ich es kann und da bin, um zu arbeiten, hatte ich ihren Respekt und ihre Akzeptanz.“

Die Stärke von Julia Hütter liegt auch darin, dass sie unabhängig vom Know how gut mit Mitarbeitern kann. (Foto Martin Schönbauer)
Die Stärke von Julia Hütter liegt auch darin, dass sie unabhängig vom Know how gut mit Mitarbeitern kann. (Foto Martin Schönbauer)

Auf meine Frage, welche Qualitäten eine Führungsperson ihrer Meinung nach haben muss, erklärt Julia Hütter: „Mein Chef hat immer gesagt, meine Stärke liegt unabhängig vom Know how darin, dass ich gut mit Mitarbeitern kann“, erinnert sie sich lächelnd. Auf ihre Mitarbeiter angesprochen meint Julia Hütter, dass sie den Stil der offenen Tür bevorzugt. „Ich spüre, dass viele es nicht gewohnt sind, Verantwortung zu übernehmen, und da versuche ich ihnen mitzugeben, dass jeder auch eine Eigenverantwortung hat und selbständig mitdenken solle.“ Die junge Führungskraft kennt alle ihrer ungefähr 65 Mitarbeiter persönlich. „Einmal im Jahr gibt es ein großes Familien-Grillfest, wo sich alle auch die Produktionshallen ansehen können.“ Diese große Familienfreundlichkeit hat Julia Hütter schon von Beginn an ebenso begeistert, wie das immer offene Ohr der Vorgesetzten.

Julia Hütter, Geschäftsführerin und Technische Leiterin im Seil-Produktionsunternehmen Haase mit Journalistin Hedi Grager. (Foto Martin Schönbauer)
Julia Hütter, Geschäftsführerin und Technische Leiterin im Seil-Produktionsunternehmen Haase mit Journalistin Hedi Grager. (Foto Martin Schönbauer)

Die Firma Haase produziert in der Seil- und Hebetechnik und als weltweit führender Hersteller von Freileitungsseilen im Energiebereich mit modernstem Know-how und höchsten Qualitätsstandards. „Bei allem ist auch der Umweltgedanke immer schon wichtig gewesen und wird auch von uns sehr darauf geachtet.“ Interessant ist, dass die Doppelführung des Unternehmens weiblich besetzt ist. „Meine Kollegin macht den kaufmännischen und ich den technischen Teil.“ Die Ingenieurin mag es, „dass ich bei einem neuen Produkt oder einer neuen Linie vom Erstgespräch bis zur Auslieferung involviert bin und Bescheid weiß. Worauf wir uns jetzt aber einstellen müssen, ist die Energiewende. Dadurch werden wir gezwungen, neue Wege zu gehen und müssen uns überlegen, andere Technologien und Materialien einzusetzen. Diese zu testen und dann einzusetzen ist schon eine große Herausforderung“, fügt sie noch hinzu. „Das alles ist sehr spannend und eine Riesenverantwortung, denn wir müssen unseren Qualitätsstandard beibehalten.“

Erholung findet Julia Hütter beim Segeln mit der Familie. (Foto Martin Schönbauer)
Erholung findet Julia Hütter beim Segeln mit der Familie. (Foto Martin Schönbauer)

Auf Erholung angesprochen, erinnert sich Julia Hütter, was ihr Chef einmal sagte: „Wenn Du eine Leitungsposition übernimmst, ist es wichtig, einen Ausgleich zu finden. Das ist mir nicht immer leicht gefallen.“ Erholung ist für sie das gemeinsame Segeln mit der Familie. „Und ich habe seit einiger Zeit Regatta segeln für mich entdeckt. Da muss ich absolut fokussiert sein und kann dabei vollkommen abschalten. Und während dieser Zeit ist auch mein Handy ausgeschaltet“, fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu.

Großes Beitragsfoto: Julia Hütter setzt bei Firma Haase ihr Know How und ihre Menschenkenntnis ein. (Foto Martin Schönbauer)

 

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Svenja Waltl und Melanie Schaffer geben gerne Wissen weiter

Aus der Reihe „Frauen und Technik“ in Kooperation mit der Industriellenvereinigung Steiermark: Sie sind jung, selbstbewusst, Technik-interessiert und geben ihr Wissen gerne weiter – Svenja Waltl und Melanie Schaffer lieben ihre Arbeit als Lehrlingsausbilderinnen bei Pankl Racing Systems in Kapfenberg.

Sie sind jung, selbstbewusst, Technik-interessiert und geben ihr Wissen gerne weiter: Svenja Waltl und Melanie Schaffer. (Foto Martin Schönbauer)
Sie sind jung, selbstbewusst, Technik-interessiert und geben ihr Wissen gerne weiter: Svenja Waltl und Melanie Schaffer. (Foto Martin Schönbauer)

‚Technische‘ Gene wurden beiden Frauen schon in die Wiege gelegt.
Svenja Waltl machte den Werkmeister für Maschinenbau & Automatisierungstechnik sowie eine Ausbildung zur Mechatronikerin. Seit einem Jahr ist sie Lehrlingsausbilderin bei Pankl für Mechatronik. „Mein Papa ist gelernter Werkzeugschlosser und auch selbst Lehrlingsausbilder. Er hat uns Kindern immer gerne erklärt, wie etwas funktioniert. Ich habe es geliebt, wenn wir ihm als Gute-Nacht-Geschichte zehn handwerkliche Fragen stellen durften.“ Sie erklärt die Mechatronik als sehr umfangreich, „sie vereint den Maschinenbau, die Elektrik und die Informationstechnologie in einem Beruf. Als Mechatronikerin kenne ich jede CNC-Maschine im Produktionsbetrieb, kann sie aufbauen, zerlegen, warten.“

Melanie Schaffer startete ihre Karriere als Lehrling bei Pankl und ist mittlerweile Ausbilderin für den Lehrberuf Zerspanungstechnik/Metalltechnik. Auch ihr machte es schon als Kind Freude, mit ihrem Vater Dinge zusammenzubauen oder zu reparieren. Als sie im Rahmen von Kennlerntagen zu Pankl kam, „war ich sofort verliebt in diese Welt, die ich vorher nicht gekannt habe“, lächelt Melanie. Ihre Arbeit als Zerspanungstechnikerin erklärt sie so: „Kurz gesagt geht es um die Bearbeitung von Metallteilen und u.a. um die Herstellung gewisser Komponenten für den Motorsport.“

Melanie Schaffer und Svenja Waltl genießen das familiäre Betriebsklima und die vielen beruflichen Möglichkeiten bei Pankl. Im Bild mit Journalistin Hedi Grager. (Foto Martin Schönbauer)
Melanie Schaffer und Svenja Waltl genießen das familiäre Betriebsklima und die vielen beruflichen Möglichkeiten bei Pankl. Im Bild mit Journalistin Hedi Grager. (Foto Martin Schönbauer)

Wissen und Motivation
Ihr Wissen einmal weiterzugeben, beschloss Melanie schon während ihrer Lehrzeit, und auch für Svenja war das früh klar. „Mir ist wichtig, ein solides Basiswissen mit vielen Praxisbeispielen aufzubauen, Vorgänge zum Verständnis aller einfach zu erklären.“ Neben Fachwissen ist Beiden für ihre Arbeit auch die Motivation wichtig, sich mit den Jugendlichen auseinanderzusetzen und auf Disziplin und Respekt zu achten. „Gerade in der Phase ihrer Pubertät muss man sich gut und individuell in sie einfühlen“, weiß Melanie.

Für Melanie Schaffer und Svenja Waltl ist beruflicher Erfolg, ernst genommen und wertgeschätzt zu werden. (Foto Martin Schönbauer)
Für Melanie Schaffer und Svenja Waltl ist beruflicher Erfolg, ernst genommen und wertgeschätzt zu werden. (Foto Martin Schönbauer)

Bei jedem Wort der sympathischen und selbstbewussten Frauen ist spürbar, wie sehr sie ihren Beruf lieben und das angenehme, familiäre Betriebsklima wie auch die vielen beruflichen Möglichkeiten bei Pankl genießen. Und sie freuen sich riesig über die neue Pankl Academy mit modernsten Ausbildungsmöglichkeiten. Svenja beschäftigt sich in ihrer Freizeit gerne mit Acrylmalerei, zu sehen auf waltl-artwork.com. Beruflicher Erfolg ist für sie, ernst genommen und wertgeschätzt zu werden. Melanie reitet Turniere und erholt sich am besten beim Wandern in der Natur. Für sie bedeutet Erfolg „wenn ich sehe, dass ich aus den jungen Leuten wirklich wissbegierige Menschen mache.“

Großes Beitragsfoto: Pankl Racing Systems in Kapfenberg: Svenja Waltl und Melanie Schaffer. (Foto Martin Schönbauer)

 

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Junge Industrie Steiermark: Plattform für angehende Führungskräfte

Aus der Reihe „Frauen und Technik“ in Kooperation mit der Industriellenvereinigung Steiermark: Die JI Steiermark ist die Nachwuchsorganisation der Industriellenvereinigung Steiermark und bietet jungen und angehenden Führungskräften in der Industrie eine Plattform für den Austausch von Meinungen und Erfahrungen. Im Team des JI Steiermark Vorstandes herrscht auch starke Frauenpower:

DI Julia AICHHORN, MBA (IV Bundesvorstand - BV der JI, GF Dr. Aichhorn GmbH und GIG Karasek GmbH, im Vorstand der Stiftung für Wirtschaftsbildung). (Fotos Thomas Luef, Maria Kanizaj)
DI Julia AICHHORN, MBA (IV Bundesvorstand – BV der JI, GF Dr. Aichhorn GmbH und GIG Karasek GmbH, im Vorstand der Stiftung für Wirtschaftsbildung). (Fotos Thomas Luef, Maria Kanizaj)

DI Julia AICHHORN, MBA (IV Bundesvorstand – BV der JI, GF Dr. Aichhorn GmbH und GIG Karasek GmbH, im Vorstand der Stiftung für Wirtschaftsbildung)
Wie können wir die aktuellen ‚Krisen‘ überwinden?
Für mich beginnt erfolgreiche Krisenbewältigung bei den Unternehmen: Wir müssen ehrlich und klar handeln – auch wenn Maßnahmen unpopulär sind. Das bedeutet in jedem Unternehmen etwas Anderes, z.B. etwa Prozesse optimieren, in Digitalisierung investieren und nachhaltiger wirtschaften. Gleichzeitig braucht es Mut, neue Geschäftsfelder aufzubauen und Innovation voranzutreiben.

Für die Politik gilt dasselbe: Transparente Entscheidungen, gezielte Reformen (längst überfällig ist Pensionsreform aber auch die Lohnkostensenkung) und Investitionen in Bildung (das beginnt mit der Elementarpädagogik), Infrastruktur und Forschung sind entscheidend. 

Nur durch die Kombination dieser beiden Ansätze – mutige Reformen und zukunftsorientierte Investitionen – können wir langfristig Stabilität und Wachstum gewährleisten. Der Zukunft immanent ist die Unsicherheit, leider wird das allzuoft beängstigend wahrgenommen. Dabei sehe ich das als Chance sie aktiv mitzugestalten. 

Kerstin OTTER, BA (Head of Business Development, Neuroth International AG). (Fotos Fotos Thomas Luef, Maria Kanizaj)
Kerstin OTTER, BA (Head of Business Development, Neuroth International AG). (Fotos Fotos Thomas Luef, Maria Kanizaj)

Kerstin OTTER, BA (Head of Business Development, Neuroth International AG)
Sie verfügt über umfassende Erfahrung in Business Development, strategischem Projektmanagement und Controlling. In der Logistikbranche war sie in Funktionen von Projektmanagement über Mergers & Acquisitions bis hin zur Unterstützung auf Vorstandsebene tätig und vertiefte ihre Expertise in strategischer Steuerung, Finanzanalyse und operativer Umsetzung. In späteren Führungsfunktionen verantwortete sie die Entwicklung kundenzentrierter Geschäftsmodelle und Wachstumsinitiativen – von der strategischen Konzeption bis zur operativen Implementierung.
Ihre erste Karenzzeit nutzte sie für den Abschluss ihres MBAs und baute damit ihre strategischen Kompetenzen weiter aus. 
 
Wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung/Aussichten für unsere Firmen?
Die wirtschaftlichen Aussichten für unsere Unternehmen in der Steiermark sehe ich trotz aktueller Herausforderungen grundsätzlich solide. Energiepreise und internationale Unsicherheiten sind spürbar, zugleich verfügt der Standort über eine starke industrielle Basis und hohe Innovationskraft.
Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit ist, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz konsequent voranzutreiben. KI ist längst ein Wettbewerbsfaktor und bietet Antworten auf Effizienzfragen, Fachkräftemangel und neue Geschäftsmodelle – im internationalen Vergleich ist das ein klares Must-have.

Ebenso zentral bleibt die Verfügbarkeit von Fachkräften. Dazu gehört für mich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Flexible Arbeitsmodelle und verlässliche Kinderbetreuung sind wesentliche Standortfaktoren. Nur wenn technologische Entwicklung und moderne Arbeitsbedingungen zusammengedacht werden, bleibt die steirische Wirtschaft langfristig wettbewerbsfähig.
 
Welche Forderungen/Maßnahmen der JI sind aus Ihrer Sicht und Erfahrung gerade jetzt sehr wichtig?
Aus meiner Sicht braucht es eine ganzheitliche und langfristige Strategie für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz – nicht nur regional oder national, sondern auf EU-Ebene. Unternehmen investieren nur dann konsequent, wenn klar ist, wohin die Entwicklung geht. Dafür braucht es Orientierung, stabile Rahmenbedingungen und politische Verlässlichkeit über Wahlperioden hinaus. Digitalisierung und KI sind keine kurzfristigen Projekte, sondern eine strategische Zukunftsfrage für Europa.
Gleichzeitig müssen Ausbildungssysteme digitale und KI-Kompetenzen konsequent verankern, und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Um junge Talente für Zukunftstechnologien zu begeistern, müssen wir klare Karrierewege aufzeigen und bestehende Strukturen im Bildungs- und Arbeitsumfeld zeitgemäß weiterentwickeln. Nur wenn technologische Ausrichtung, Qualifikation und moderne Arbeitsbedingungen zusammengedacht werden, sichern wir langfristig Wettbewerbsfähigkeit.

Hella RIEDL-RABENSTEINER, MSc, GF Geodata Informationstechnologie GmbH, Vorsitzende JI Steiermark. Fotos Thomas Luef, Marija Kanizaj)
Hella RIEDL-RABENSTEINER, MSc, GF Geodata Informationstechnologie GmbH, Vorsitzende JI Steiermark. Fotos Thomas Luef, Marija Kanizaj)

Hella RIEDL-RABENSTEINER, MSc, GF Geodata Informationstechnologie GmbH,  Vorsitzende JI Steiermark
„Die Junge Industrie ist ein unverzichtbares Netzwerk für junge Führungskräfte. Ich möchte die Interessen der jungen Generation in der Industrie noch stärker vertreten“, erklärt die Co-Vorsitzende der JI. „Es ist auch Schluss mit Jammern und Zeit fürs Tun. Denn: Unsere Zukunft entsteht nicht im Perfektionsmodus, sondern im Handeln. Die Steiermark hat das Potenzial – Innovation, Know-how, kluge Köpfe. Jetzt geht’s darum, dieses Potenzial zu nutzen.

Wie können wir Frauen in Wirtschaft und Industrie weiter stärken?
Frauen sollen in allen Phasen ihres Lebens Führung übernehmen können – ohne sich zwischen Familie und Karriere entscheiden zu müssen. Dafür braucht es Mut zur Sichtbarkeit, gegenseitige Unterstützung und Rahmenbedingungen, die Flexibilität ermöglichen.

Kinderbetreuung ist ein Schlüsselthema für die Fachkräftesicherung, gerade für Frauen entscheidet die Verfügbarkeit von Vollzeitbetreuungsplätzen über Karrierewege – und damit wird Elementarpädagogik zu einem wesentlichen Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Dafür braucht es in der Steiermark ein positives gesellschaftliches Mindset für elementare Bildung – mit dem Bewusstsein, dass gute Angebote Nachfrage schaffen. 
Sicherlich gehören dazu Themen wie Kinderbetreuung und Teilzeit.

Wofür setzen Sie sich da ein bzw. welche Erfolge haben Sie schon erreicht?
Wir setzen uns auf Landes- und Unternehmensebene für flächendeckende, ganztägige Kinderbetreuung ein – nicht als „Nice-to-have“, sondern als wirtschaftliche Notwendigkeit. Ein moderner Lebens- und Arbeitsort braucht qualitativ hochwertige Elementarpädagogik, damit Fachkräfte bleiben oder überhaupt erst kommen. Unternehmen profitieren von zusätzlichen Arbeitskräften, einer höheren Frauenerwerbsquote und besser planbaren Arbeitszeiten – damit leisten wir einen Beitrag zur Lösung des Fachkräftemangels und zur Bewältigung des demografischen Wandels.
Ein wichtiger Schritt war unsere neue Broschüre zur betrieblichen Kinderbildung und -betreuung: Damit geben wir Unternehmen erstmals eine kompakte Orientierungshilfe und eine zentrale Servicestelle für ihr proaktives Engagement. Gleichzeitig betonen wir, dass betriebliche Angebote immer nur Ergänzung sein können – das Rückgrat muss ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges öffentliches System sein.

Worauf sind Sie als Mitglied des Vorstandes bzw. jetzt als Vorsitzende am meisten stolz, was Sie erreicht haben?
Wir als Junge Industrie beschäftigen uns nicht erst seit Kurzem mit Kinderbetreuung, sondern tragen dieses Thema seit vielen Jahren konsequent in die öffentliche und politische Diskussion. Wir betrachten die Kinderbetreuung als zentralen Standortfaktor und zeigen klar: Frühkindliche Bildung und gute Betreuung sind die erste Investition in Chancengleichheit für Kinder, echte Wahlfreiheit für Eltern und in die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes. Studien zeigen, dass der Ausbau der Kinderbetreuung messbare Effekte auf Wohlstand und Wachstum hat – beim Erreichen der Ausbauziele ergibt sich ab 2030 ein zusätzliches BIP‑Wachstum von rund 0,2 Prozentpunkten pro Jahr. Dass wir als Junge Industrie diese Argumente laut aussprechen, in die politische Diskussion tragen und damit einen Business-Case für Kinderbetreuung formulieren, ist etwas, worauf ich als Vorsitzende sehr stolz bin.
 

DI Elisa WIELINGER, Leitung globale Vertriebsorganisation im Geschäftsbereich Pumpen Andritz AG. (Fotos Thomas Luef, Marija Kanizaj)
DI Elisa WIELINGER, Leitung globale Vertriebsorganisation im Geschäftsbereich Pumpen Andritz AG. (Fotos Thomas Luef, Marija Kanizaj)

DI Elisa WIELINGER, Leitung globale Vertriebsorganisation im Geschäftsbereich Pumpen Andritz AG“
„Das Tollste an meinem Job ist, dass ich täglich gestalten kann – international, strategisch und immer im direkten Austausch mit Menschen. Ich liebe es, komplexe Themen in klare Erfolge zu verwandeln, Teams zu verbinden und gemeinsam Wachstum voranzutreiben.“

Welche sind für Sie die aktuell wichtigsten Themen/Maßnahmen/ Forderungen, damit es Wirtschaft und Industrie, unseren Unternehmen wieder besser geht?
Ein wesentlicher Punkt ist, dass die österreichische Politik dringend an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen arbeiten muss, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes wieder herzustellen. Die stark steigenden Lohn- und Energiekosten machen Österreich zu einem der teuersten Standorte. Die Lohnkosten liegen bereits deutlich über jenen in Deutschland, und der Industriestrompreis ist dreimal so hoch wie in den USA.

Dass global ausgerichtete Unternehmen Standorte verlagern und lokale Betriebe zunehmend unter Druck geraten oder insolvent werden, hören wir laufend aus den Medien. Was es braucht, ist eine klare Veränderung bei den Staatsausgaben und strukturelle Reformen. Konkrete und fundierte Vorschläge gibt es beispielsweise von der Industriellenvereinigung oder von Agenda Austria – etwa Staatsausgaben zu bremsen und den Föderalismus nach dem Schweizer Vorbild zu leben, Arbeit ähnlich wie in Polen niedriger zu besteuern oder das Sozialsystem so nachhaltig zu sanieren wie in Dänemark.

Mit ihren weitreichenden Erfahrungen, was machen manche Unternehmen aktuell gerade richtig?
Ich sehe vor allem jene Unternehmen erfolgreich, die Veränderung nicht nur akzeptieren, sondern aktiv gestalten. Bei ANDRITZ erleben wir das ganz stark. Wir befinden uns weltweit mitten in einem intensiven Wandel – und wir gehen diesen Weg mit voller Überzeugung.
Unter unserem Motto „For the Change“ und „Creating growth that matters“ machen wir deutlich, dass wir Veränderung nicht als Störung unseres Alltags sehen, sondern als Treiber für Zukunftsfähigkeit. Gerade jetzt, wo vieles in Bewegung ist, brauchen Unternehmen Mut und Klarheit. Beides spüre ich bei uns sehr stark.

Mag. Nina ZECHNER, MBA, Stv. GF IV Steiermark, GF JI Steiermark. (Fotos Thomas Luef, Marija Kanizaj)
Mag. Nina ZECHNER, MBA, Stv. GF IV Steiermark, GF JI Steiermark. (Fotos Thomas Luef, Marija Kanizaj)

Mag. Nina ZECHNER, MBA, Stv. GF IV Steiermark, GF JI Steiermark
Als Stv. GF der IV Steiermark ist sie Ansprechpartnerin für die Mitgliedsunternehmen und deren Standortthemen. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind aktuell unter anderem auch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Dauerbrenner bleibt leider die Elementarbildung, darüber hinaus zeichnet sie für die Pressearbeit verantwortlich und leitet die Junge Industrie Steiermark.  

Welche sind aktuell die größten Herausforderungen im Bereich Wirtschaft und Industrie?
Wir befinden uns nach wie vor in einer Phase multipler Krisen. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Energie- und Produktionskosten, zunehmende Regulatorik, Fachkräftemangel und eine insgesamt schwächelnde Konjunktur treffen unsere Unternehmen gleichzeitig. Für die steirische Industrie kommen strukturelle Herausforderungen hinzu bedingt durch die Twintransition. Diese Veränderungen erfordern Investitionsspielräume, Planungssicherheit und ein wettbewerbsfähiges Umfeld.

Wir leben in ‚Krisenzeiten‘, welche sind Ihre wichtigsten Forderungen an Politik und Zuständige?
Gerade in Krisenzeiten braucht es klare Prioritäten: Der Standort darf nicht weiter belastet werden. Wir gezielte Maßnahmen, für wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie und eine Entlastung bei Abgaben und Lohnnebenkosten. Eine der größten Herausforderungen ist derzeit die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Wenn Standortbedingungen hier nicht mithalten, verlieren wir Wertschöpfung, Innovation und letztlich Arbeitsplätze. Ich sehe politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aller Ebene gefordert, den Standort wieder attraktiv zu machen.

Welche Rolle spielt die Interessenvertretung in so einer Situation?
Eine starke Interessenvertretung lebt vom aktiven Austausch mit ihren Mitgliedern. Je klarer und konkreter Unternehmen ihre Herausforderungen und Anliegen einbringen, desto gezielter können wir sie vertreten. Wir erleben unsere Mitglieder sehr aktiv und engagiert, vor allem der Vorstand der Jungen Industrie setzt auf Austausch und Beteiligung. Wir haben etwa ein eigenes Mentoringprogramm gestartet.  

Fotocredits: Thomas Luef, Marija Kanizaj

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CALLISTI präsentierte die neue Kollektion „Modern Icons“

CALLISTI präsentierte die neue Kollektion "Modern Icons". (Foto Thomas Lerch)CALLISTI präsentierte im Rahmen eines eigenen Events im SO/ Vienna die neue Herbst / Winter Kollektion „MODERN ICONS“. Gewohnt aufsehenerregend, extravagant, Weiterlesen →

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Fotograf und Künstler Felix Abrudan

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Die Arbeit von Fotograf und Künstler Felix Abrudan  positioniert sich an der Schwelle zwischen dramatischer, fast theatralischer Inszenierung und Haute Couture Weiterlesen →

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50 Jahre Circus-Theater Roncalli

Ballett Roncalli Ballett - Roncalli Tournee 2026 Recklinghausen. (Foto zVg von Roncalli)50 Jahre Circus-Theater Roncalli: Wien feiert Bernhard Paul und seine Liebe zur Nostalgie und den Mut zur Innovation. Das Circus-Theater Roncalli feiert seinen 50. Weiterlesen →

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